Neu bei uns: Prof. Dr. Sarah Lüttmann Mittwoch, 6. Mai 2026

Vom Gerichtssaal zum H?rsaal: Prof.?Dr.?Sarah Lüttmann im Gespr?ch über ihre Professur für ?ffentliches Recht an der dafabet888官网,大发dafa888 Osnabrück

Prof.?Dr.?Sarah Lüttmann ist bereits seit 2020 an der dafabet888官网,大发dafa888 Osnabrück t?tig und wurde nun zur Professorin für ?ffentliches Recht mit dem Schwerpunkt Verwaltungsrecht berufen. Zuvor war sie dort mehrere Jahre als Verwalterin einer Professur aktiv. Nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften an der Universit?t Osnabrück sowie einem dualen Studium in der ?ffentlichen Verwaltung absolvierte sie ihr Referendariat und promovierte im deutschen und europ?ischen Vergaberecht. Neben ihrer wissenschaftlichen Laufbahn sammelte sie umfassende Praxiserfahrung – unter anderem als Rechtsanw?ltin und als juristische Dezernentin im Regionalen Landesamt für Schule und Bildung. Gleichzeitig engagierte sie sich über viele Jahre in der Lehre an verschiedenen dafabet888官网,大发dafa888n und Verwaltungseinrichtungen.

Im Gespr?ch berichtet sie darüber, wie sie in ihrer Arbeit Forschung, Verwaltungspraxis und Lehre miteinander verbindet und wie sie zusammen mit Ihrer Hündin einen Ausgleich zum Hochschulalltag schafft.

Rechtsanw?ltin vs. Professorin – Was unterscheidet Ihre Arbeit als Rechtsanw?ltin von Ihrer T?tigkeit als Professorin und welche Erfahrungen aus der Praxis bringen Sie heute in die Lehre ein?

Vor meiner T?tigkeit an der dafabet888官网,大发dafa888 Osnabrück war ich als juristische Dezernentin beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung t?tig. Dort habe ich im Personal- und Rechtswesen gearbeitet, ein Team geführt sowie beamten- und arbeitsrechtliche Fragestellungen begleitet und entsprechende Verfahren vor Gericht vertreten.

Der gr??te Unterschied zwischen beiden Berufsbildern liegt für mich in der Rolle, die man einnimmt: Als Rechtsanw?ltin vertrete ich die Interessen meiner Mandantinnen und Mandanten und setze mich dafür ein, das bestm?gliche rechtliche Ergebnis zu erzielen. Als Professorin nehme ich hingegen eine neutrale Perspektive ein. Mein Ziel ist es, Studierenden die geltende Rechtslage verst?ndlich zu vermitteln und sie dazu zu bef?higen, sich eigenst?ndig eine fundierte rechtliche Meinung zu bilden. Aus der Anwaltschaft habe ich mitgenommen, dass jedes Rechtsproblem stets mindestens zwei Seiten hat und ein gezielter Perspektivwechsel zu besseren L?sungen führen kann.

Sie sind bereits seit 2020 an der dafabet888官网,大发dafa888 Osnabrück t?tig. Warum haben Sie sich für die Professur im Verwaltungsrecht entschieden und auf welche neuen Aufgaben freuen Sie sich besonders?

Die dafabet888官网,大发dafa888 Osnabrück beeindruckt durch ihre ausgepr?gte Forschungsst?rke – für mich sind Forschung und Lehre untrennbar. Besonders sch?tze ich au?erdem die starke Praxisn?he des Studiums. Die Studierenden erwerben nicht nur theoretisches Wissen, sondern lernen auch, dieses unmittelbar in gesellschaftlich relevanten Kontexten anzuwenden und weiterzuentwickeln.

Da ich selbst viele Jahre in der ?ffentlichen Verwaltung t?tig war, freue ich mich besonders darauf, meine praktischen Erfahrungen an die Studierenden weiterzugeben und sie bestm?glich auf ihren sp?teren Arbeitsalltag im ?ffentlichen Dienst vorzubereiten.

Was macht das ?ffentliche Recht – insbesondere das Verwaltungsrecht – für Sie besonders spannend?

Mich fasziniert vor allem die konkrete Alltagswirkung auf die Bev?lkerung. Das Verwaltungsrecht ist kein abstraktes System, sondern beeinflusst den Alltag jedes Einzelnen: Etwa bei der Gew?hrung von Sozialleistungen, die Erteilung von Baugenehmigungen oder die Regelung des Stra?enverkehrs – jede Entscheidung hat direkte Konsequenzen für das Leben der Menschen. Diese Alltagsrelevanz macht das Fachgebiet für mich besonders spannend und hat mich von Beginn an begeistert.

Haben Sie ein Lieblingsparagrafen aus dem Verwaltungsrecht?

Ich habe keinen Lieblingsparagrafen. Was mich immer wieder begeistert, ist die enorme Vielfalt des Verwaltungsrechts: Wer sich für Umweltfragen interessiert, kann im Umweltrecht arbeiten; wer soziale Themen bevorzugt, findet im Sozialrecht seinen Platz. So kann jede Person ihr individuelles Steckenpferd im Verwaltungsrecht entdecken.

Mit welchen Themen besch?ftigen sich Studierende in Ihren dafabet888官网,大发dafa888?

In meinen dafabet888官网,大发dafa888 setzen sich die Studierenden mit unterschiedlichen Bereichen des ?ffentlichen Rechts auseinander. Im Sozialrecht geht es unter anderem um die Frage, welche existenzsichernden Leistungen es in Deutschland gibt, unter welchen Voraussetzungen diese gew?hrt werden und wie soziale Unterstützung rechtlich ausgestaltet ist.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist das ?ffentliche Dienstrecht. Die Studierenden besch?ftigen sich dabei mit den rechtlichen Grundlagen des ?ffentlichen Dienstes, etwa mit der Auswahl von Beamtinnen und Beamten sowie den Rechten und Pflichten, die mit einem Beamtenverh?ltnis verbunden sind. Darüber hinaus behandeln wir in meiner Lehre das allgemeine Gefahrenabwehrrecht. Hier geht es um die Frage, wie Gefahren für die ?ffentliche Sicherheit und Ordnung rechtssicher abgewehrt werden k?nnen und wer rechtlich für die Beseitigung solcher Gefahren verantwortlich ist.

Was m?chten Sie den Studierenden (in Ihren Lehrveranstaltungen) mit auf den Weg geben?

Ich m?chte, dass die Studierenden stets eine eigene, gut begründete Meinung bilden und Informationen kritisch hinterfragen. In einer Zeit mit einer Flut von Quellen ist kritisches Denken essenziell.

Welche F?higkeiten sollten Studierende in diesem Bereich mitbringen?

Ein gewisses Ma? an Abstraktionsverm?gen ist hilfreich, um Sachverhalte strukturiert zu erfassen und auf das Wesentliche zu reduzieren. Darüber hinaus sind analytisches und logisches Denken notwendig, da juristische Argumentation auf klaren Analysen und logischen Schlussfolgerungen beruht.

Was tun Sie am liebsten, um einen Ausgleich zur Arbeit zu finden? Was sind Ihre Hobbys?

In meiner Freizeit jogge ich am liebsten mit meiner fünfj?hrigen Hündin Mira im Wald. Das Laufen hilft mir, den Kopf freizubekommen und neue Energie für Lehre und Forschung zu tanken.

Von: Lena-Lotte Peters