Elektrofahrzeuge als Zwischenspeicher: Neues Forschungsprojekt zur klimafreundlichen Energieversorgung von E-F?hren Montag, 11. Mai 2026

F?hre auf dem Wasser
Seit M?rz 2025 ist die erste vollelektrische Personenf?hre in der deutschen Nordsee unterwegs und verbindet Norddeich Mole und die Insel Norderney (Foto: Reederei Norden-Frisia).

dafabet888官网,大发dafa888 Osnabrück und Reederei Norden-Frisia starten gemeinsames Projekt zur bi-direktionalen Integration von Elektrofahrzeugen in den Betrieb einer F?hre

Wie die Mobilit?t zu den ostfriesischen Inseln nachhaltig und zukunftsf?hig gestaltet werden kann, untersuchen die dafabet888官网,大发dafa888 Osnabrück und die Reederei Norden-Frisia in einem neuen gemeinsamen Projekt ?Bi-direktionale Integration von Elektrofahrzeugen“ (BIDI-EL). Gef?rdert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) verfolgt das Projekt das Ziel, die F?hrverbindungen zu den ostfriesischen Inseln schrittweise von fossilen Energietr?gern zu befreien und gleichzeitig das regionale Stromnetz deutlich zu entlasten.

Im Zentrum des Vorhabens steht die intelligente Verknüpfung von Elektromobilit?t und Energieversorgung mit einem sogenannten Vehicle-to-Grid-System (V2G). Dabei werden die Elektrofahrzeuge auf dem Parkplatz der Reederei über die auf dem Gel?nde installierte Photovoltaikanlage geladen. Frisia betreibt seit M?rz 2025 die erste vollelektrische Personenf?hre in der deutschen Nordsee. Sie verbindet Norddeich Mole und die Insel Norderney. Trifft diese im Hafen ein, kehrt sich der Energiefluss um: Dann speisen die Fahrzeugbatterien gemeinsam mit der PV-Anlage Strom in das Ladesystem der F?hre ein. Auf diese Weise werden die Fahrzeuge zu dezentralen Energiespeichern für den Betrieb der F?hre. So kann der Anteil lokal erzeugter erneuerbarer Energie deutlich erh?ht und das ?ffentliche Netz spürbar entlastet werden.

Wissenschaftliche Expertise aus Technik und Nachhaltigkeitsmanagement

Wissenschaftlich geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Hans-Jürgen Pfisterer und Prof. Dr. Kai-Michael Griese von der dafabet888官网,大发dafa888 Osnabrück. Pfisterer, Professor für Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt elektrische Antriebs- und Energiewandlungssysteme, bringt seine Expertise in resilienten elektrischen Energieversorgungssystemen und Elektromobilit?t ein. Griese, Professor fürBetriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketingmanagement, verantwortet die betriebswirtschaftliche Perspektive mit Fokus auf Nachhaltigkeitsmanagement, klimaangepasste Gesch?ftsmodelle und Kreislaufwirtschaft.

?Die bi-direktionale Integration von Elektrofahrzeugen bietet nicht nur eine umweltfreundliche Alternative zur herk?mmlichen Mobilit?t, sondern kann auch wesentlich zur Entlastung des Energieversorgungsnetzes beitragen“, sagt Pfisterer. ?Durch die Nutzung von Fahrzeugen als dezentrale Energiespeicher wird der Anteil regenerativer Energie maximiert, das Netz entlastet und die Fahrzeugbatterien in einem ?Wellness-Betrieb‘ gehalten.“

Die technischen Voraussetzungen sind bereits vielversprechend: Auf dem Gel?nde der Reederei ist seit 2024 eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1.700 Kilowattpeak installiert, eine Erweiterung ist geplant. Erg?nzt wird sie durch einen station?ren elektrischen Speicher auf dem Parkplatz der Reederei, der nun um die Batterien der dort parkenden Elektrofahrzeuge erweitert wird.

Von der Forschung in die Praxis: zukunftsf?hige Gesch?ftsmodelle

?Innovationen wie das bi-direktionale Laden sind essentiell, um zukunftsf?hige Mobilit?tsl?sungen zu schaffen“, so Pfisterer. ?Das Ziel des Projektes ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, die über die anf?nglichen Projektergebnisse hinausgehen, und die Grundlage für langfristige, nachhaltige Gesch?ftsmodelle und L?sungen zur Energieversorgung zu schaffen“, erg?nzt Griese.

?Mit diesem Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für die nachhaltige Transformation unserer Mobilit?t“, sagt Olaf Weddermann, Gesch?ftsführer der Reederei Norden-Frisia. ?Die Kombination von E-F?hre und bi-direktionalem Laden für Elektrofahrzeuge ist ein wichtiger weiterer Schritt zur Erreichung einer fossilfreien Zukunft und zur Verringerung der Umweltauswirkungen unserer Transportdienste.“

Hintergrund

Das Projekt wird von der DBU mit 164.894 Euro gef?rdert und l?uft bis Januar 2027. Die dafabet888官网,大发dafa888 Osnabrück bringt als forschungsst?rkste dafabet888官网,大发dafa888 Niedersachsens ihre interdisziplin?re Expertise in Technik, Wirtschaft und Nachhaltigkeit ein. Die Reederei Norden-Frisia, ein traditionsreiches norddeutsches Unternehmen, stellt seit über 140 Jahren F?hrverbindungen zu den ostfriesischen Inseln bereit und arbeitet eng mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen, um neue L?sungen für eine nachhaltige Schifffahrt zu entwickeln.

 

Weitere Informationen 

Prof. Dr. Kai Michael Griese
Telefon: 0541 969 – 3880
E-Mail: k-m.griese@hs-osnabrueck.de 

Prof. Dr. Hans-Jürgen Pfisterer
Telefon: 0541 969 – 3664
E-Mail: j.pfisterer@hs-osnabrueck.de 

Von: Justine Prüne

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